Ein Nachmittag in Regensburg – Altstadt, Biergarten und Walhalla

Für einen Zwischenstopp verbrachte ich einen Nachmittag in Regensburg. Die Donaustadt liegt ziemlich praktisch an der A3 und eignet sich daher auch gut für eine Übernachtung auf der Durchreise. Allerdings wäre es fast schade, nur zum Schlafen hier anzuhalten, denn die historische Altstadt hat einiges zu bieten.

Für die Nacht hatte ich das elaya hotel regensburg city center direkt im Zentrum gebucht. Nur wenige Meter entfernt befindet sich am Dachauplatz ein großes Parkhaus. Schon dort bekommt man einen ersten Eindruck davon, wie viel Geschichte unter der heutigen Stadt verborgen liegt: Im Untergeschoss sind noch Überreste der römischen Stadtmauer zu sehen.

Regensburg entstand aus dem römischen Legionslager Castra Regina, das im Jahr 179 n. Chr. errichtet wurde. Später entwickelte sich die Stadt zu einem bedeutenden Handelszentrum des Mittelalters. Heute gehören die Regensburger Altstadt und Stadtamhof zum UNESCO-Welterbe.

Nach dem Check-in machte ich mich bei sehr heißem Sommerwetter zu Fuß auf den Weg durch das Zentrum.

Durch die Altstadt zum Regensburger Dom

Natürlich führte mich mein Weg zunächst zum Regensburger Dom St. Peter, dessen beide rund 105 Meter hohen Türme schon von weitem das Stadtbild prägen. Der überwiegend gotische Dom zählt zu den bedeutendsten Kirchenbauten Bayerns.

Bei den sommerlichen Temperaturen gab es für mich allerdings noch einen weiteren guten Grund hineinzugehen: Im Inneren war es herrlich kühl.

Anschließend ging es weiter durch die vielen kleinen Straßen und Gassen der Altstadt bis zur Donau und zur berühmten Steinernen Brücke. Anders als ich zunächst dachte, stammt sie nicht aus der Römerzeit. Sie wurde bereits im 12. Jahrhundert errichtet und war damals eines der bedeutendsten Brückenbauwerke Europas. Mehr als 800 Jahre lang war sie sogar die einzige feste Donauquerung der Stadt.

Gerade die Mischung aus mittelalterlichen Häusern, engen Gassen, kleinen Plätzen und den vielen historischen Gebäuden macht einen Spaziergang durch Regensburg interessant. Dabei muss man eigentlich gar keine feste Route planen, denn früher oder später landet man ohnehin wieder an einer der bekannten Sehenswürdigkeiten.

Biergarten am Schloss

Nach dem Rundgang durch die Altstadt wurde es Zeit für eine Pause. Mein Ziel war das Brauhaus am Schloss, direkt am Schloss St. Emmeram.

Dort erwartete mich genau das Richtige für einen heißen Sommertag: ein gemütlicher Biergarten, lokal gebrautes Bier und deftiges bayerisches Essen. Das Bier schmeckte ausgezeichnet und auch das Essen konnte überzeugen.

Gut gestärkt machte ich mich anschließend noch einmal auf den Weg durch die Stadt. Zunächst ging es am Schloss St. Emmeram vorbei. Die ehemalige Benediktinerabtei wurde im 19. Jahrhundert zur Residenz der Fürsten von Thurn und Taxis und gehört mit ihren zahlreichen Räumen zu den größten bewohnten Schlossanlagen Europas.

Danach schlenderte ich weiter durch die Altstadt – natürlich nicht, ohne mir bei den Temperaturen noch ein gutes Eis zu gönnen.

Sehr schön fand ich auch den Neupfarrplatz mit der Neupfarrkirche. Der große Platz mitten in der Altstadt ist heute ein beliebter Treffpunkt und wirkt mit seinen umliegenden historischen Häusern besonders am Abend sehr angenehm.

Damit war mein kurzer Rundgang durch Regensburg auch schon beendet und ich machte mich zurück auf den Weg zum Hotel.

Am nächsten Morgen zur Walhalla

Am nächsten Morgen holte ich mir zunächst bei einem Bäcker gegenüber dem Hotel etwas zum Frühstück. Danach ging es wieder auf die Straße – allerdings zunächst nur für eine kurze Strecke.

Denn etwas außerhalb von Regensburg wartete noch ein Ziel, das ich unbedingt sehen wollte: die Walhalla.

Die monumentale Ruhmeshalle liegt bei Donaustauf hoch über der Donau und erinnert mit ihren mächtigen Säulen nicht zufällig an einen antiken griechischen Tempel. König Ludwig I. ließ sie nach Plänen des Architekten Leo von Klenze errichten, 1842 wurde die Walhalla eröffnet.

Im Inneren befinden sich Büsten und Gedenktafeln bedeutender Persönlichkeiten aus der deutschsprachigen Geschichte und Kultur.

Unterhalb der Walhalla gibt es einen großen Parkplatz. Von dort läuft man noch ungefähr fünf bis zehn Minuten bergauf und muss dabei auch einige Stufen überwinden.

Wer das Innere der Ruhmeshalle besichtigen möchte, muss zusätzlich Eintritt bezahlen. Bei meinem Besuch waren es 5 Euro. Darauf verzichtete ich allerdings, denn für mich hatte sich der Abstecher auch so schon gelohnt.

Besonders schön ist nämlich die Lage. Von den Stufen der Walhalla hat man einen weiten Blick über die Donau und die umliegende Landschaft. Bei gutem Wetter kann man hier problemlos eine Weile sitzen und einfach die Aussicht genießen.

Für mich war das ein schöner Abschluss meines kurzen Zwischenstopps in Regensburg, bevor es anschließend endgültig wieder auf die Straße ging.

Meine Kosten & praktische Infos

🗺️ Mein Tipp
Es gibt zahlreiche schöne Biergärten in der Stadt die im Sommer Abkühlung versprechen.

🚗 Parken
In Regensburg, Parkhaus Dachauplatz 14€ für 24 Stunden

An der Walhalla 2,50€ für 2 Stunden, täglich von 7-22 Uhr

🏨 Hotel
elaya hotel regensburg city center 87 €

Stand der Preise: Reise im Juli 2026